Eastsite VI

 

Bürohaus
Geschäftsviertel Eastsite
Mannheim

Bauherr: B.A.U. GmbH & Co. KG, Mannheim
BGF: ca. 4.000 m²
Leistungsphasen: 1-9
Fertigstellung: 2014

 

 

Die Eastsite ist ein Geschäftsviertel in Mannheim, das wir seit 1999 städtebaulich und architektonisch prägen. Wir definierten für das Viertel eine übergeordnete Architektursprache und wählten mit dem Betonsandwichbau eine bewährte Bautechnik, ohne Vorhandenes zu reproduzieren. So fanden wir innovative Wege, die statischen, baukonstruktiven und gestalterischen Möglichkeiten der Bautechnik mit jedem Gebäude auszuweiten.

 

Fassade: kunsthistorische Stile dreidimensional erlebbar machen

Es waren die Werke von Kasimir Malewitsch, Sol LeWitt und Donald Judd, die uns beim Entwurf des Bürohauses Eastsite VI dazu inspirierten, über eine Frage nachzudenken: Wie lassen sich Stilelemente moderner Kunstrichtungen aufgreifen und auf Architektur übertragen? Oder anders ausgedrückt: Auf welche Weise kann man Strategien des Konstruktivismus, des Minimalismus und der Conceptual Art dreidimensional erlebbar machen?

Zunächst setzten wir das Grundthema – strikte Geometrie und starke Kontraste – und entwickelten dann das Fassadenkonzept. So stellten wir in ein weißes Gitter schwarze Scheiben variantenreich und versetzt ein. Da die Fenster ebenfalls schwarz erscheinen, entsteht eine Mehrfachlesbarkeit der Fassade.

 

Adressbildung: transparente Eingangshalle wird zur Galerie

Um den Eingangsbereich des Hauses zu betonen, lösten wir die Sandwichkonstruktion in eine vorgestellte Konstruktion auf. Die transparente Eingangshalle wird zugleich zur Galerie: Die Künstlerin Margret Eicher entwarf zwei Bildteppiche eigens für das Gebäude. Dabei ging es uns nicht um ein gefälliges künstlerisches Aperçu, sondern um ein künstlerisches Statement, das die Funktion und Nutzungsart des Gebäudes sensibel aufgreift.

 

Nutzungsvarianz: das Bürohaus bleibt marktfähig über Dekaden

Die Nutzer ändern sich über die Jahrzehnte – das Bürohaus Eastsite VI wandelt sich mit. Architektur, Tragwerk und Technik sind so ausgelegt, dass es sich variabel aufteilen lässt. Die Szenarien: Ein Unternehmen mietet das gesamte Gebäude; oder aber: Mehrere Firmen mieten große oder kleine Einheiten an. Zugleich lässt sich im Haus nahezu jedes Bürokonzept verwirklichen: von klassischen Zellenbüros bis hin zum Open Space.