Waidmarkt Köln

 

Gemischtes Stadtquartier
Köln

Bauherr: Fay Projects GmbH, Mannheim
Wohnungen: 82
Wohnfläche: 9.082 m²
Leistungsphasen: 1-7
Fertigstellung: 2012

2. Preis (2006)

 

Wohnen, arbeiten, einkaufen: der Waidmarkt verkörpert Stadt im besten Sinne

Der Waidmarkt ist heute ein multifunktionales, lebendiges Stadtquartier. Das war nicht immer so: Auf dem Areal in der südlichen Altstadt befanden sich vormals die Verwaltungsgebäude des Polizeipräsidiums. Dann wurden diese abgerissen und die Umnutzung des Areals forciert. 2006 initiierte der Mannheimer Projektentwickler Fay Projects in enger Abstimmung mit der Stadt Köln ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren. Die Jury zeichnete unseren Entwurf mit dem zweiten Preis aus. Gemeinsam mit dem Büro Bieling Architekten, das den Wettbewerb gewann, entwickelten und bebauten wir das Stadtquartier.

Wohnen, arbeiten, einkaufen: Der neue Waidmarkt steht beispielhaft für eine nachhaltige Stadtentwicklung, denn die gemischte Nutzung ist Teil des Konzepts. Die Bebauungsstruktur: Ein sechsgeschossiger Riegel, bestehend aus Hotel- und Bürogebäuden, erstreckt sich entlang der dicht befahrenen Verkehrsstraßen und schützt die Wohnbebauung im Inneren vor Lärm.

 

Herausfordernd: Wohnqualität bei gleichzeitig hoher Bebauungsdichte

Wir entwarfen und bauten ein Ensemble aus sechs Wohngebäuden, deren Erdgeschosse teilweise für Einzelhandel ausgelegt sind. Unter dem Ensemble ordneten wir eine Tiefgarage mit 409 Pkw-Stellplätzen an. Zudem verantworteten wir den Erweiterungsbau des Carl-Friedrich-Gymnasiums.

Als wir mit der Konzeption der Wohngebäude begannen, beschäftigten wir uns vor allem mit einem Aspekt: Wie erreichen wir trotz der gewünschten großen Bebauungsdichte ein Höchstmaß an Nutzerkomfort? Dies gelang uns zum einen durch die Anordnung der Punkthäuser, so dass ein intimes Raumgefüge mit hoher Aufenthaltsqualität entstand. Zum anderen setzten wir Akzente durch hochwertige Details. So bildeten wir zum Teil zweigeschossige Penthouse-Wohnungen aus und ordneten die Dachterrassen versetzt zueinander an.

Nutzerorientierte Grundrisse komplettierten unseren nachhaltigen Planungsansatz ebenso wie Außenräume mit hoher atmosphärischer Qualität oder eine Energieeffizienz, die weit über den geforderten gesetzlichen Standard hinausging.