Remixed – Martin Zeller

 

remixed – Martin Zeller zur Architektur von Cornelius Fischer
Fotografieausstellung

19.09.2003 – 18.10.2003
Kunstverein Viernheim

 

Künstlerisch gedeutet: die Architektur von Cornelius Fischer

Der Architekt Cornelius Fischer gründete das Büro Fischer Architekten im Jahr 1966. In den nachfolgenden vier Jahrzehnten hat er in der hessischen Kleinstadt Viernheim viel gebaut: Er entwarf Wohnhäuser, Gebäude für die Stadtwerke und die Sparkasse, Lagerhallen, Bürokomplexe und eine Squashhalle.

Martin Zeller ist ein namhafter Kunstfotograf, der durch die ihm eigene Technik der nächtlichen Langzeitbelichtung bekannt wurde. Er wuchs in Mannheim auf – einer Stadt mit der das benachbarte Viernheim in einem lebendigen Austausch steht.

Die Idee war, Martin Zeller einzuladen, sich fotografisch mit den Architekturen von Cornelius Fischer auseinanderzusetzen. Nach einer Woche nächtlicher Fotografie entstand eine faszinierende Interpretation der so bisher nicht gesehehen Architektur.

Die Ausstellung der großformatigen Arbeiten fand im Herbst 2003 im Kunstverein Viernheim statt. Über 600 Besucher folgten unserer Einladung. Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

 

Nächtliche Langzeitbelichtung: die Handschrift von Martin Zeller

Die Fotografien von Martin Zeller sind das Endprodukt des nächtlichen Sammelns von Zeit und Licht, oftmals über mehrere Stunden. Diese Verdichtung auf dem Farbumkehrmaterial führt zu einem für unser menschliches Auge ungewohnten Spektrum der Farben. Farbe für sich war für Zeller schon immer ein auslösendes Element in seiner künstlerischen Arbeit. So erscheint sie auf seinen Fotografien als eigenständige Qualität, entflieht dem, was sie abbildet, und lässt das Motiv zurück.

„Das letzte Tageslicht muss verschwunden sein, damit ich meine Arbeit aufnehmen kann. Tief in der Nacht fuhr ich durch Viernheim und belichtete meine Bilder. Dabei gebrauchte ich keine zusätzliche Ausleuchtung und keine Farbkorrekturfilter. Durch das fehlende natürliche Licht tritt die vertraute Objektfarbe zurück und die Farbtemperatur, die Lichtfarbe der jeweiligen Lichtquellen, gestaltet das Motiv und die Atmosphäre. So führen Neonlampen zu vielerlei blauen oder grünen und Halogenlampen zu gelblichen Farbverschiebungen.”

 


Veröffentlichungen:

Kunstverein Viernheim, Ausstellungsarchiv