Ebertplatz 1

 

Fassaden- und Treppenhaussanierung eines Bürogebäudes
Ebertplatz, Köln

Bauherr: Polis Erste Objekt Gesellschaft Köln GmbH & Co. KG, Berlin
BGF: ca. 4.957 m²
Fertigstellung: 2012

 

Das Ortsbild: geprägt durch Bauten der Nachkriegsmoderne

Der Ebertplatz liegt exponiert im Kölner Stadtteil Neustadt-Nord; das Ortsbild ist geprägt durch Bauten der Nachkriegsmoderne. Dazu gehört auch das Bürogebäude Ebertplatz 1, das von dem Kölner Architekten Theodor Kelter als Sparkassenzentrale entworfen und 1951 fertiggestellt wurde. Durch die Lage am Kopf des Ebertplatzes hat das Gebäude eine wichtige städtebauliche Funktion: Es wirkt als zentrales Torgebäude zum inneren Stadtring und schließt den Ebertplatz zur Stadt hin ab.

Das Bürogebäude Ebertplatz 1 ist kein geschütztes Baudenkmal. Es wurde in der Vergangenheit umgebaut, wichtige gestalterische Details wie die originäre Proportion und Linienführung gingen dabei verloren.

 

Unser Ansatz: die originäre Architektursprache wieder zum Vorschein bringen

Als wir mit dem Umbau der Treppenhausfassade und des Treppenhauses beauftragt wurden, war unser konzeptioneller Ansatz klar: Das Gebäude sollte möglichst viele seiner prägenden Gestaltungsmerkmale zurückerhalten. So war unser Ziel, die vertikale Linienführung wieder herauszuarbeiten – in Form und Material. Dabei orientierten wir uns an Fotoaufnahmen, die den historischen Zustand des Gebäudes zeigten – und griffen das Formen- und Strukturvokabular der 1950er-Jahre auf. Sichtbar wird das beispielsweise an den Sprossenfenstern der Treppenhausfassade mit den schmalen, goldenen Profilen.

Im Treppenhaus selbst bauten wir einen Versorgungsschacht neu ein, um eine zeitgemäße Büronutzung möglich zu machen. Der Schacht hat zugleich eine gestalterische Funktion: Am Tag unterstreicht er durch seine Farbakzentuierung die vertikale Proportionierung des Gebäudes; in der Nacht betont unser Beleuchtungskonzept – den Schacht umrahmende Leuchten sowie konvexe Effektleuchten – die Linienführung. So erreichten wir vor allem eines: Eine gestalterische Tiefe, die die Wertigkeit des Gebäudes steigert und die Linienführung noch einmal betont.