Eastsite II

 

Bürohaus
Geschäftsviertel Eastsite
Mannheim

Bauherr: B.A.U. GmbH & Co. KG, Mannheim
BGF: ca. 5.350 m²
Leistungsphasen: 1-9
Fertigstellung: 2010

 

 

Die Eastsite ist ein Geschäftsviertel in Mannheim, das wir seit 1999 städtebaulich und architektonisch prägen. Wir definierten für das Viertel eine übergeordnete Architektursprache und wählten mit dem Betonsandwichbau eine bewährte Bautechnik, ohne Vorhandenes zu reproduzieren. So fanden wir innovative Wege, die statischen, baukonstruktiven und gestalterischen Möglichkeiten der Bautechnik mit jedem Gebäude auszuweiten.

 

Fassade: Flechtwerk mit fließender Eleganz

Das Bürohaus Eastsite II hat eine städtebaulich wichtige Funktion: So bildet es mit dem gegenüberliegenden Bürohaus Eastsite One eine Torsituation aus. Die Fassade konzipierten wir als dreidimensionales Flechtwerk aus weißen, gesäuerten Betonsandwichelementen, die zudem eine tragende Funktion besitzen. Dabei reduzieren wir die Fassade auf ein komplexes, sich wiederholendes Bauteil und ordneten dieses versetzt zueinander an. Konvexe und konkave Flächen des Bauteils formen dabei das Flechtwerk, welches dem Gebäude eine fließende Eleganz verleiht.

 

Grundrissorganisation: atypische Nutzungskonzepte möglich machen

Ob Großraumbüros, Forschungslabore oder eine Tagesklinik in das Haus integriert werden sollen: Eastsite II kann auf hoch komplexe Nutzungsanforderungen reagieren. So haben heute innovative Forschungsunternehmen, Softwareentwickler und Unternehmensberatungen im Bürohaus Eastsite II ihren Unternehmenssitz. Die Flexibilität resultiert aus der Tragwerkstruktur: Da die Fassade die tragende Funktion übernimmt, kommen wir im Inneren des Hauses mit wenigen Stützen aus.

 

Leitthema: Energieverbrauch im Gebäudebetrieb vermeiden

Eastsite II bauten wir massiv in Betonsandwichbauweise – und dies aus gutem Grund. Wir nutzen die große Masse der Bauteile, um thermische Energie zu speichern. Durch eine bewährte Technik, die Bauteiltemperierung, können wir einzelne Bauteile gezielt thermisch aktivieren. So sind es die Decken, die die Räume heizen oder kühlen. Das energetische System vervollständigen: eine Geothermieanlage, die die Bauteiltemperierung speist, sowie eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Auf diese Weise gelang es uns, die Richtwerte der gültigen EnEV um 50 Prozent zu unterschreiten.