Columbus-Quartier

 

Gewerbequartier
Mannheim

Wettbewerbsart: einstufiger, nicht offener städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Auslober: MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim
Wettbewerbsteam: Fischer Architekten GmbH, Mannheim, mit: Club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln

Anerkennung (12/2014)

 

Enorm bedeutsam: die Konversion des Kasernenareals

Rund 25 Hektar groß ist das „Columbus-Quartier“, ein lang gestrecktes Areal zwischen der B 38 und Birkenauer Straße in Mannheim. Das Quartier ist Teil der ehemaligen amerikanischen Militärsiedlung „Benjamin Franklin Village“. Im Zusammenhang mit der Umgestaltung der B 38 zur Stadtstraße soll dort ein neues Gewerbegebiet entstehen.

Wir entwickelten ein städtebauliches Konzept für die Umwandlung der einstigen militärischen Liegenschaften. Die Jury würdigte insbesondere die abwechslungsreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die durch unterschiedliche Bebauungen, Nutzungen und Typologien entlang der B 38 ermöglicht werden.

 

Das Urteil der Jury: überzeugende städtbauliche Haltung

„Die Arbeit überzeugt in erster Linie durch ihre städtebauliche Haltung, das Areal des Columbus-Quartiers über seine Grenzen hinaus mit der Umgebung zu vernetzen. Dies geschieht nicht nur durch die Einheitlichkeit der Strukturen, die sich diesseits und jenseits der Birkenauer Straße befinden und einen Übergang in den Sportpark definieren, sondern vielmehr auch durch die vorgeschlagenen Grünverbindungen. Diese werden konsequent aus dem Quartier Benjamin Franklin Village bis in das Columbus Quartier weiter entwickelt und schaffen dort als gliederndes Element (Grünfläche/Parkplatz) eine Anbindung an den Stadtteil Vogelstang.

Außergewöhnlich ist die Idee, den Teilbereich Sullivan durch eine Fortführung der Haupterschließung über den Platz der Freundschaft hinweg bis an die B 38 fortzusetzen. Hierbei ist besonders positiv zu bewerten, dass die Verbindung besonders für Fuß- und Radverkehr vorgesehen ist. Auf diese Weise entstehen unterschiedliche Winkel, die interessante städtebauliche Situationen erzeugen und die Wegebeziehungen an geeigneter Stelle jenseits der B 38 fortsetzen und an das Zentrum Vogelstang anbinden. ”