Fina-Parkhaus Büroetage

 

Umbau der Büroetage im Dachgeschoss des Fina-Parkhauses
Mannheim

Bauherr: Fischer Architekten GmbH
BGF: ca. 1.000 m²
Fertigstellung: 2014

 

Geschwungene Form: mit der Besonderheit des Hauses arbeiten

Die Contipark Unternehmensgruppe betreibt deutschlandweit Parkhäuser, so auch in Mannheim. In der Innenstadt baute das Unternehmen in den 1960er-Jahren ein Parkhaus, dessen Dachgeschoss als Büroetage genutzt wurde. Baulich und räumlich entsprach diese nicht mehr den heutigen Anforderungen: Sie war wortwörtlich in die Jahre gekommen. Wir sanierten die Etage mit 1.000 Quadratmetern Fläche, strukturierten sie völlig neu – und dies in mehreren Bauabschnitten.

2001 begannen wir mit der Sanierung einer 400 Quadratmeter großen Einheit, die wir später selbst nutzten. Dabei griffen wir die Besonderheit des Gebäudes, die geschwungene Form des Baukörpers, auf. Um den Neubaustandard zu erreichen, dämmten wir Fassade, Decken und Böden, erneuerten die technischen Komponenten (u.a. Kühlung, Lüftung) und verbesserten die Raumakustik. Zugleich entkernten wir die Büroeinheit, um eine offene Großraumstruktur möglich zu machen.

 

Interdisziplinäre Entwicklungsarbeit: die Pendeltüren

Geschlossene Einzel- und Doppelbüros, die als Denkzellen für konzentriertes Arbeiten dienen, verbergen sich hinter einer 32 Meter langen Wand. Flächenbündige Türen, die sich im geschlossenen Zustand unsichtbar in die Wand integrieren, öffnen sich bei leichtem Druck über eine versetzte Achse – und ragen dann als gestalterische Objekte in den Raum. Die Türen sind das Ergebnis eines Innovationsprozesses: Wir entwickelten sie in einem interdisziplinären Team.

 

Teil der Anwendungsforschung: der Besprechungsraum

2012 starteten wir mit der Sanierung der restlichen Büroetage und nutzten eine Einheit mit 300 Quadratmetern Fläche wiederum selbst. Zugleich gestalteten wir die Dachterrasse neu und bauten einen Besprechungsraum an. Im Vorfeld hatten wir Strawtec, ein Wandsystem aus hochverdichtetem Weizenstroh, neu entdeckt und verbauten es nun erstmalig. Der Besprechungsraum wurde somit zugleich ein Teil unserer Anwendungsforschung. Mit Strawtec zeigten wir auf, wie sich sommerlicher Wärmeschutz und Raumakustik in der Holzständerbauweise verbessern lassen.