Am Fluss

 

Wohnviertel
Rheinufer, Speyer

2021

Bauherr: Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG, Heidelberg
Wohnungen: 300
Wohnfläche: ca. 34.400 m²

Leistungsumfang: LPH 5-9, Projektsteuerung

 

 

Entwurfsidee: städtebauliche Figur, die auf die exponierte Lage reagiert

Ganz in der Nähe des alten Hafens fertigten die Erlus Ziegelwerke ein breites Sortiment an Dachziegeln, dann verließ das Unternehmen den Standort. 2010 entschied die Stadt Speyer, das Areal mit einer Fläche von 6,2 Hektar in ein Wohnviertel umzuwandeln und lobte in Kooperation mit dem Heidelberger Projektentwickler Deutsche Wohnwerte einen Realisierungswettbewerb aus. Das Büro Kränzle + Fischer-Wasels Architekten gewann diesen Wettbewerb.

Was sind die Merkmale des Entwurfs? Kränzle + Fischer-Wasels definierten eine städtebauliche Figur für das Wohnviertel „Am Fluss”, die auf die exponierte Lage reagiert. Während die Bebauung zur Anliegerstraße relativ geschlossen ist, öffnet sie sich durch eine hofartige Struktur zum Fluss hin. Dadurch entstehen sogenannte Wohnhöfe, die in private Gärten sowie einen Gemeinschaftsgarten unterteilt sind. Zugleich untergliedern Kränzle + Fischer-Wasels das Wohnviertel wiederum in fünf kompakte Wohnquartiere. Diese Quartiere sollen sich einerseits einem Gesamtkonzept unterordnen, andererseits aber eine architektonische Eigenständigkeit aufweisen. Daher beauftragte die städtische Entwicklungsgesellschaft vier Architekturbüros mit der Entwurfsplanung der Quartiere.

 

Solitär und großer Winkelbau: Jedes Wohnquartier setzt sich daraus zusammen

Was zeichnet die Winkelhäuser aus? Die Gebäudehöhen variieren und verringern sich zum Wasser hin treppenförmig; so lassen sich im Dachgeschoss großflächige Terrassen mit Sichtbezug zum Rhein ausbilden; durch Auskragungen schieben sich die Winkelhäuser in den Obergeschossen in den Rheinuferpark hinein. Was ist das Kennzeichen der frei stehenden Solitärhäuser? Sie sind in Wohnhöfe mit Privatgärten eingebettet. Von den Loggien, Balkonen und Dachterrassen der oberen Geschoss- und Penthousewohnungen genießen die Bewohner den Blick aufs Wasser.

Die übergeordnete Architektursprache des Wohnviertels lässt sich neben der Typologie an der Materialität ablesen: den Ziegelfassaden und klinkergepflasterten Wegen. Einheitliche Gestaltungsprinzipien gelten auch für die Außenanlagen, die alle Wohnquartiere miteinander verbinden.

 

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