Stadthaus A+E

 

Wohn- und Geschäftshäuser
Ludwigshafen

Bauherr: Wolfgang Krüger Projektentwicklungsgesellschaft mbH
Wohnfläche: ca. 1.200 m² (+ ca. 1.500 m² Büro)
Leistungsphasen: 1-8
Fertigstellung: 2009

 

Spröde Industriearchitektur: Wir formen eine neue Qualität daraus

Ludwigshafen ist stark durch die Architektur der 1960er und der 1970er-Jahre geprägt. Kennzeichnend dafür ist die spröde Formensprache und die raue Materialästhetik des häufig verwendeten Sichtbetons. Unsere Planungsidee war, diese charakteristische Eigenart aufzugreifen und eine Architektur zu entwickeln, die sich kontextuell darauf bezieht. Dabei gingen wir nicht historisierend vor, vielmehr interessierte uns die Frage: Wie kann man den Stil aufgreifen und daraus eine neue architektonische Qualität formen?

Zugleich berücksichtigten wir die unterschiedlichen Nutzungsarten der Gebäude. Das Stadthaus E ist nahezu vollständig auf Büronutzung ausgelegt, einzig im Dachgeschoss befindet sich eine Penthouse-Wohnung. Ganz anders ist das Stadthaus A konzipiert: Es ist durchgehend für eine Wohnnutzung vorgesehen.

 

Grafisch, kontrastreich, geometrisch: Merkmale des ästhetischen Konzepts

Wie arbeiten wir den Ortsbezug heraus? Am Stadthaus E kann man unseren Ansatz deutlich ablesen. Wir orientieren uns bewusst an einer eher spröden Industriearchitektur. Der Baukörper besteht aus vorgefertigten Sandwichelementen, deren Außenhaut in gesäuertem Architekturbeton ausgeführt wurde. Grafisch, kontrastreich, geometrisch: So definierten wir die Fassade. Dabei stellten wir in ein weißes Rahmenwerk schwarze Scheiben ein, die wiederum in die Fensterscheiben übergehen. Beim Stadthaus A greifen wir die Architektursprache auf, variieren sie jedoch.

Ein Winkel-Bungalow auf dem Dach: Die Penthouse-Wohnung des Stadthauses E bildeten wir auf diese Weise aus; charakteristisch ist der in der Horizontale fließende Grundriss. Das Stadthaus A zeigt das gegensätzliche Konzept: Das Penthouse ist hier eine Maisonettewohnung; der kleine innere Lichthof betont die Vertikale.

Ressourcen schonen: Dies war unsere Maxime bei der Konzeption des Energiekonzepts. Mittels einer Geothermieanlage nutzen wir die Erdwärme als regenerative Energiequelle.