Eisstadion Mannheim

 

Investorenwettbewerb

Neubau einer Multifunktions-/Eissporthalle auf dem Bösfeld in Mannheim

2. Platz in Zusammenarbeit mit Motorplan Architektur + Stadtplanung

Bauherr: Adler Mannheim/Stadt Mannheim
BGF: ca. 100.000 m²
ca. 15.000 Sitzplätze

Wettbewerb: 2002

Die Arena liegt am wichtigsten Mannheimer Stadteingang: An der Achse von Heidelberg kommend, mündet die Autobahn in der Augustaanlage und endet am Wasserturm. Entsprechend wichtig ist die architektonische Aussage einer solchen bedeutenden Baumaßnahme zu werten. Grundidee ist ein angehobenes Plateau, über dem ein kreisrunder Zylinder „zu schweben“ scheint: Der „Puck“. Struktur und Oberfläche dieses Pucks vermitteln die Dynamik und Geschwindigkeit des Eishockeysports. Das Plateau bildet den Rahmen für den gesamten Komplex und integriert so geschickt die zwei Trainingshallen und ein Hotel.

Die Zuschauer und Besucher der Arena gelangen von der Südseite über ein eigenes Foyer mit Treppenanlage auf das Eingansplateau. Dies ist auch die Verteilerebene, von der alle Ebenen über Freitreppen erreicht werden können – für die Fans und Besucher ein großartiges Raumerlebnis. Der eigene VIP- und Businesseingangsbereich mit Vorfahrt und Parkplätzen befindet sich auf der Nordseite gut abgeschirmt. Von einer großzügigen Eingangshalle gelangt man über Rolltreppen entweder in den VIP- oder Businessclub auf je einer eigenen Ebene.

Um Atmosphäre zu schaffen, wurde bei der Planung des Innenraums darauf geachtet, möglichst auf allen Plätzen „Nähe“ zum „Geschehen“ zu vermitteln. Die Anordnung der Sitzreihen und die Konstruktion verstärken den geschlossen Raumeindruck – es entsteht ein Kessel. Die Logen sind als schwebender Riegel über eine Seite erreichbar. Eine schnelle infrastrukturelle Versorgung ist sichergestellt.

Die Gebäudehülle des „Pucks“ wird durch ein radiales Raumfachwerk stützenfrei getragen. Das Fachwerk besteht aus einem äußeren und einem inneren Druckring mit regelmäßig im Zwischenraum angeordneten Fachwerkgurten.

An ihnen ist die mehrschichtige Fassade abgehangen, die ein vielfältiges Spiel von Transparenzen und Transluzenzen bietet. Im Zwischenraum der äußeren Schalen können Bild- und Filminformationen (z.B. Vereinslogos, Veranstaltungen) projiziert werden. Nachts ist der leuchtende Puck ein weithin sichtbares Zeichen.