Eastsite XII

 

Bürogebäude Eastsite XII

Mannheim – Neuostheim

 

KONZEPT

Der Baukörperriegel den Mittelpunkt eines Ensembles aus drei Nachbargebäuden entlang des

Konrad-Zuse Rings. Der Baukörper öffnet sich mit einer länglichen Glashalle in Richtung  Straßenraum. Die Halle dient dem Empfang und leitet über zu dem zentralen Treppenhaus im Kern des Gebäudes. An die Halle schließt seitlich eine überhöhte halböffentliche Zone an. Hier befindet sich ein Schulungsbereich.

Die Grundrisse sind in einem effizienten Dreibundsystem gegliedert, bei dem die Kernzonen durch großzügige geöffnete Cafeteria Zonen unterbrochen sind.

Im Dachgeschoss wird das Konzept durch ein großes Mitarbeitercasino mit angeschlossenem Dachgarten ergänzt.

 

ENERGIE

Das Projekt zeichnet sich durch hervorragende Energieeffizienz aus. Das energetische Konzept ist auf die Komfortbedürfnissen des Nutzers zugeschnitten, gleichzeitig wird der Energieverbrauch so weit als möglich reduziert. Wie bei allen EASTSITE -projekten wurden, um die energetischen Ziele zu erreichen, bisher Techniken und Verfahren gewählt, die in erster Linie den Energieverbrauch im Gebäudebetrieb vermeiden und eine gute Lebenszyklusanalyse sicherstellen.

Eine Geothermie gespeiste Bauteiltemperierung liefert die Beheizung und Kühlung des Hauses. Die sehr massive Bauweise des Hauses steigert dabei den Wirkungsgrad der Anlage. Die hochgedämmte Gebäudehülle reduziert in Kombination mit einer geregelten Lüftung mit Wärmerückgewinnung die Emissionsverluste auf ein Minimum.  Eine auf 100% Eigenverbrauch des Gebäudes ausgelegte PV Anlage vermeidet überschüssige Netzeinspeisungen.

 

Um die energetischen Ziele zu erreichen, wurden bei allen Eastsite Projekten bisher Techniken gewählt, die in erster Linie den Energieverbrauch im Gebäudebetrieb vermeiden. Der niedrige Energieverbrauchsstandard der Gebäude wurde bei jedem neuen Projekt weiter verbessert. Konsequenterweise stellte sich die Frage wie darüber hinaus noch Ressourcen geschont werden können.

 

FASSADE

Eine Möglichkeit bot die Ausführung der Fassaden in Textilbetonsandwichbauweise.

Eastsite XI ist weltweit das zweite Bürogebäude, dessen Fassade statt konventionell mit Stahl mit tragenden Glasfasertextilen, einer sogenannten Textilbewehrung ausgeführt wird. Diese Fertigungstechnik bietet nicht nur extrem schlanke Konstruktionsquerschnitte, sondern erfolgt komplett wärmebrückenfrei. Im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen konnte der Materialeinsatz der Vorsatzschale um 75% reduziert werden.

Die besondere Herausforderung bei der Gestaltung der Fassade bestand darin, eine Gestaltung zu suchen, die ganz besonders auf die Gegebenheiten der neuen Technik eingeht. Dies gelang durch die Ausführung der dünnwandigen Konstruktion mit einer ornamentalen Strukturmatrize. In ein geordnetes System aus durchlaufenden, glatten Geschossbändern sind Scheiben die mit einem narrativen Basrelief belegt sind, frei eingestellt. Durch die Verschiebung der Platten, und dem freien Wechsel mit verschiedenen Fensteranordnungen entstehen gegeneinander verschobene, bandförmige Abfolgen – die Fassade wirkt „dynamisiert“, wie in freier Bewegung.