Eastsite XI

 

Bürogebäude Eastsite XI  – Etengo Campus

Konrad-Zuse Ring 27
Mannheim – Neuostheim

BGF: ca. 6.000 m²

Fertigstellung: 2017

 

KONZEPT

Ein L-förmiger Baukörper besetzt die Straßenkreuzung Konrad-Zuse Ring / Herman Hollerith Straße. Der Baukörper öffnet sich mit einer beidseitigen großzügigen Verglasung zum Straßenraum. Es wird ein direkter Bezug zwischen dem öffentlichen Raum und der, sich im Inneren anschließenden Eingangshalle hergestellt. Durch die Betonung, wird die Eingangszone des Hauses deutlich ablesbar.

 

Das gesamte Haus entwickelt danach um die zweigeschossige Halle. Alle Gebäudebereiche sind über ein Treppenhaus, über Galerien und Fenster an diesen zentralen Bereich angebunden.

 

In den Geschossen entwickeln sich in einem Dreibundsystem freie Grundrisse mit großzügigen transparenten Büroräumen. Die geschlossenen Kernzonen sind durch „folly“- Bereiche unterbrochen. Diese, in den Grundriss eingeschriebenen besonderen Innenarchitektonischen Bereiche,  dienen der informellen Kommunikation, der Entspannung oder der Regeneration. Im Dachgeschoss wird das Konzept durch einen großen Casinobereich mit angeschlossenem Dachgarten ergänzt.

 

ENERGIE

Das Projekt zeichnet sich durch hervorragende Energieeffizienz aus. Das energetische Konzept ist auf die Komfortbedürfnissen des Nutzers zugeschnitten, gleichzeitig wird der Energieverbrauch so weit als möglich reduziert. Wie bei allen EASTSITE -projekten wurden, um die energetischen Ziele zu erreichen, bisher Techniken und Verfahren gewählt, die in erster Linie den Energieverbrauch im Gebäudebetrieb vermeiden und eine gute Lebenszyklusanalyse sicherstellen.

Eine Geothermie gespeiste Bauteiltemperierung liefert die Beheizung und Kühlung des Hauses. Die sehr massive Bauweise des Hauses steigert dabei den Wirkungsgrad der Anlage. Die hochgedämmte Gebäudehülle reduziert in Kombination mit einer geregelten Lüftung mit Wärmerückgewinnung die Emissionsverluste auf ein Minimum.  Eine auf 100% Eigenverbrauch des Gebäudes ausgelegte PV Anlage vermeidet überschüssige Netzeinspeisungen.

 

Um die energetischen Ziele zu erreichen, wurden bei allen Eastsite Projekten bisher Techniken gewählt, die in erster Linie den Energieverbrauch im Gebäudebetrieb vermeiden. Der niedrige Energieverbrauchsstandard der Gebäude wurde bei jedem neuen Projekt weiter verbessert. Konsequenterweise stellte sich die Frage wie darüber hinaus noch Ressourcen geschont werden können.

 

FASSADE

Eine Möglichkeit bot die Ausführung der Fassaden in Textilbetonsandwichbauweise.

Eastsite XI ist weltweit das zweite Bürogebäude, dessen Fassade statt konventionell mit Stahl mit tragenden Glasfasertextilen, einer sogenannten Textilbewehrung ausgeführt wird. Diese Fertigungstechnik bietet nicht nur extrem schlanke Konstruktionsquerschnitte, sondern erfolgt komplett wärmebrückenfrei. Im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen konnte der Materialeinsatz der Vorsatzschale um 75% reduziert werden.

Die besondere Herausforderung bei der Gestaltung der Fassade bestand darin, eine Gestaltung zu suchen, die ganz besonders auf die Gegebenheiten der neuen Technik eingeht. Dies gelang durch die Interpretation der dünnwandigen Konstruktion als „Haut“,  die durch eine „ornamentartige“ Elementeinteilung und ein grafisches Fugenmuster in geometrischen Großformen gegliedert ist.