Eastsite Mannheim

 

Städtebauliches Konzept für Technologiestandort am City-Airport Mannheim-Neuostheim

Mitentwicklung des B-Plans und Beginn der Realisierung des neuen Technologie- und Dienstleistungszentrums

Auftraggeber: Stadt Mannheim
Baugrundstücke im Neuordnungsbereich: ca. 6,7 ha
BGF: gesamt ca. 60.000 m²
künftige Arbeitsplätze: ca. 1.500 – 2.000
Projekt: 2002-

Im Jahr 2001 beauftrage die Stadt Mannheim das Büro Fischer Architekten mit der Konzeption eines städtebaulichen Rahmenplans für ein neuartiges Gewerbegebiet in Mannheim / Neuostheim.

Auf den kontaminierten Konversionsflächen eines ehemaligen Autohofgeländes sollten im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung die Anforderungen gewerblicher Nutzer sowie ökonomische und soziale Aspekte in einem neuen ganzheitlichen Ansatz mit der städtebaulichen Gestaltung zusammengeführt werden.

Die Gliederung des Geländes erfolgte in drei Zonen. Ein zentraler Streifen im Kern des Areals ist für Büro- und Laborstandorte reserviert. Zum südlich angrenzenden Mannheimer Flughafen wird produzierendes Gewerbe als Puffer angesiedelt.

Im Norden, entlang eines nur teilweise bebaubaren Grünstreifens und im Übergang zum Gelände der Fachhochschule der Bundeswehr entsteht der sogenannte CAMPUS. Ein Bereich mit pavillonähnlichen Strukturen, die Raum für „weiche“ und „dienende“ Nutzungen wie Restaurants, Konferenzstätten, Kindergärten, Waschsalons oder Fitnessstudios bieten.

In der Folge konnte das Büro im Auftrag unterschiedlicher Bauherrn im Vorbereich des eigentlichen EASTSITE Gebietes in den letzten Jahren mehrere besondere Gebäude errichten.

Durch die zugrunde gelegten gemeinsamen Prinzipien, wie Homogenität des Materials, Proportion der Fassade, Typologie und Konstruktionsart, wachsen diese Häuser nun zu einem urbanen Gefüge zusammen. Ein kleiner „Idealstadt“- typischer Quartiersplatz im Eingangsbereich der EASTSITE verbindet das neue Gebiet mit dem unmittelbar angrenzenden Wohnstadtteil Neuostheim.

Auf Grundlage dieser Grammatik wurde versucht, für jedes Gebäude einen jeweils individuellen Ausdruck zu finden. Dies wird erreicht durch die unterschiedliche Interpretation der Vorgaben, die verschiedenen Ausformungen der Nutzeranforderungen, die angewandten Kunstkonzepte und vor allem durch die Variation der Konstruktionen.

Aufgrund der durchgehenden Verwendung von Betonsandwichkonstruktionen der Fassaden entwickelt sich dieser urbane Raum nebenbei auch zum spannenden Versuchsfeld, der die Möglichkeiten des zeitgemäßen Plattenbaus auslotet.